| Das Buch über sich selbst:
Rückseite
In 30 farbklaren Aquarellen und in einer lebendigen Sprache läßt der
Münchner Maler Karl Haberl ein Bild des Seengebietes im oberbayerischen
Land zwischen Lech und Salzach entstehen.
Die Aquarelle, die für sich selbst sprechen, werden nicht beschrieben;
sie sind jeweils nur der Anlaß, das Ambiente vielfältig zu schildern:
historisch, geographisch, anekdotisch, manchmal geradezu poetisch. Wie
diese »Bilderschrift« und die bildhafte Sprache hier zusammenfließen in
diesem Buch, ist ein Novum.
Freude wird daran jeder haben, der das oberbayerische Seenland in seiner
Eigenart und Vielfalt kennenlernen will; auch derjenige, der in einigen
Teilen dieser Landschaft einmal seinen Urlaub verbracht hat, nicht
zuletzt, wer dort selbst zu Hause ist.
J. S.M.
Inhalt-Übersicht
9 Zu den Bildern und zum Text
11 Das Münchner Seenland: Starnbergersee, Ammersee, Weßlingersee,
Wörthsee
41 Murnauer Moos und Werdenfelser Land: Riegsee, Staffelsee,
Kochelsee, Walchensee, Eibsee, Rießersee
61 Mangfallgebiet: Tegernsee und Schliersee
71 Chiemgau: Chiemsee, Seeon, Simsee
87 Rupertiwinkel: Königssee, Übersee
95 Rückblick
Vorwort
Karl Haberl ist uns bislang vor allem durch seine eindrucksvollen
Städtebilder bekannt. Nun hat er eine Reihe von Seen gemalt. Freilich
gibt es durchaus eine Verbindung zwischen beiden, galt doch seine
besondere Liebe den Städten am Wasser wie Brügge, Delft und Amsterdam
und natürlich Venedig, der Stadt am und im Meer. Daß er leidenschaftlich
gerne schwimmt, rudert und auf Schiffen fährt (und den Wassermann im
Aszendenten hat!), wird bei der Wahl dieser Motive sicher eine Rolle
spielen. Und die Entscheidung für die» Wasser«-Farbe, das Aquarell,
macht ihm möglich, Klarheit und Transparenz dieses Elements
auszudrücken, wie es mit kaum einem anderen Medium möglich wäre.
Die jahrelange Beschäftigung mit Turner hat hier ihre Früchte getragen.
Freilich geht Haberl technisch einen anderen Weg: Statt mit dem
Rasiermesser am Schluß einzelne Partien herauszuschaben, läßt er bewußt
Stellen des weißen Grundes frei, was bei aller notwendigen Spontaneität
eine klare Vorstellung der Komposition voraussetzt. Darin zeigt sich ein
wesentliches Charakteristikum seines Stils. Er kontrolliert seine
Wahrnehmung und setzt immer wieder entschieden Akzente, so daß sich im
Zusammenspiel von Farbflächen und farbigen Strichen eine, wenn man so
will, graphische Malerei entwickelt.
Welch intensive Beschäftigung dieses Malen begleitet, ihm vorausgeht
oder nachfolgt, zeigen Haberls einführende Texte. Die Lage der einzelnen
Seen, ihre Umgebung, ihr Stellenwert für das Leben der Menschen, die um
sie herum wohnen, Brauchtum und Geschichte der Gegend - dies und manches
mehr wird uns souverän und einfühlend nahegebracht.
Josef Schmidtlein
Link zu drei Aquarellen
Starnberger See
Kochelsee
Königsee
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