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| Das Buch: ca 100 Fotos, meist farbig;
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| Auszug aus "Malerei mit der Kamera" von Walter Fenn "Wir alle, die wir draußen vor den Toren der Städte oder an ihren Rändern wohnen, fahren täglich an ihnen vorüber. Wer aber schenkt ihnen dabei schon mehr als einen kurzer Blick, den gläsernen Gewächshäusern der großen oder auch kleineren Gärtnereien? Manchmal am frühen Morgen, wenn die Sonne noch tief steht und ihre Strahlen von den spiegelnden Scheiben blitzend zurückgeworfen werden, dann schauen wir, vielleicht für den Bruchteil einer Sekunde geblendet, für einen Moment hinüber. Doch so rasch, wie der aufblitzende Lichtschein wieder erlischt, wendet sich unsere noch von Müdigkeit umhüllte Aufmerksamkeit wieder anderen Dingen zu. In unseren Gedanken ersteht dann kaum einmal ein Bild von dem, was in oder neben diesen Gewächshäusern sich unserem Blick darbieten würde, könnten wir sie jetzt sehen, diese in langen Reihen sich hinziehenden kleinen Wunder des entstehenden oder schon sich entfaltenden pflanzlichen Lebens, die aus dem künstlich gewärmten Boden emporwachsenden Ketten meist noch geschlossener Blüten. Natürlich kennen wir das, aber den Zauber dieser Dinge nehmen wir nur selten wahr, denn wir haben ein sehr rationales und praktisches Verhältnis zu diesen gläsernen Gärten und dem, was in ihnen geschieht; dabei sind sie doch schöne Beispiele menschlichen Erfindergeistes, so prosaisch sie uns auch in ihrer heutigen Gestalt erscheinen. Denn In ihnen überlistet der Mensch die Natur und läßt Pflanzen wachsen, deren Zeit noch gar nicht gekommen ist. Im übrigen ist das schon eine ganz alte Geschichte. Begonnen hat es bei den Römern, die fast stets die Erfindungsreichsten waren, wenn es galt, die Natur und ihre scheinbar unabänderlichen Gesetze zu korrigieren. Bereits zur Kaiserzeit wußten sie In flachen Bauten, die sie mit Glimmerplatten deckten und die man als Vorläufer unserer Gewächshäuser ansehen kann, schon am Ende des Winters Blumen, Obst und Gemüse zu ziehen. Und Albertus Magnus, der große Scholastiker soll den deutschen König Wilhelm von Holland 1250 in Köln in einem Gewächshaus empfangen haben; denn im pflanzlichen Leben eines Gewächshauses - so sah es der Theologe........." |
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| Zustand: Neu, OVP (im Original
zellophaniert) Verlag Nürnberger Presse, 1991, 128 Seiten, Leinen gebunden, Schutzumschlag, Format ca. 295x295 mm mm, ISBN 9783920701868, 3920701860, Gewicht des Buches in Gramm cirka 1200, Grafik-Design Hannelore Christen-Liedel |
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