Hanni-Treuheit-Pfad im Schwarzen Brand

Hersbrucker Schweiz, Franken, Bayern

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Inhalt dieser Seite   Hanni-Treuheit-Pfad im Schwarzen Brand

Kletterstrecke

Warnung

Zugang

Wegbeschreibung

Ergänzungen

regelmäßige Überprüfung

Einige Fotos (aus den letzten Jahren)

Einige Fotos (Bergsteigen mit dem Namensgeber im alten Stil)

 

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Hanni-Treuheit-Pfad im Schwarzen Brand

Im Jahr 2009 wurden von Hans Treuheit (Hersbruck) in Erinnerung an seinen Vater (genannt „Hanni“) einige kleine Felsen des Schwarzen Brands mit gut einem Dutzend Haken versehen und durch eine eigenwillige, meist nur angedeutete Wegspur verbunden. Insgesamt beläuft sich die Kletterstrecke mit Passagen im 5. Grad auf etwa 250 Meter Länge, gut eine Stunde braucht man für die zugehörige Wanderstrecke. Es wird – je nach Können und Verhältnissen – abgeseilt (Drachenburg, Bodenbergwand) und ein bisschen gebouldert. Der Pfad ist dezent mit Markierungen und Steinmännern versehen. Der Einstieg (am Massiv rechts der kaum sichtbaren Hütte etwas rechts von Röthenbacher Turm und Wand) ist durch eine kleine Gedenkplakette gekennzeichnet. Durch die Verkettung der zahlreichen Felsen, zusammen mit gewissen Orientierungsproblemen und der eigenen Verantwortlichkeit beim Absichern, erhält der Pfad einen abenteuerlichen und irgendwie „alpinen“ Anstrich. Zu Beginn, an der Bodenbergwand und der Köhlerwand (natürlich auch ganz am Schluss am Starenfels, der sich als Zugabe anbietet) gibt es ordentliche Wandhöhen. Der Zeitbedarf hängt stark von der Erfahrung und der Anzahl der zu sichernden Abschnitte ab und schwankt von 2 Stunden (sehr schnell!) bis zu mehreren Stunden.

 

Warnung! Als Erschließer des Pfades weise ich auf das Folgende nachdrücklich hin:

Viele, die sich heute als Kletterer verstehen, haben wenig Erfahrung im natürlichen, nicht präparierten Gelände und keine ausreichende Vorstellungskraft für Gefahren im Bereich „leichter“ Kletterei. Durch gefahrlose Turnübungen im 6. oder 7. Grad nehmen sie Leichteres nicht ernst. Sichtweisen solcher Art sind hier sehr gefährlich und nicht am rechten Ort! (Reine „Sportkletterer“ werden an diesem Pfad sowieso wenig Gefallen finden.)

Der Hanni-Treuheit-Pfad ist kein gesicherter Klettersteig, erst recht kein Wander-Gelände, sondern ein durch Hänge und Felsenwildnis führender „Abenteuer- und Kletter-Weg“! Für jeden Schritt, für die Wegfindung und für richtiges Sichern ist man ausschließlich selbst verantwortlich. Markierungen („T“, Pfeile, Steinmännchen) nur an wichtigen Stellen – das Zurechtfinden ist Teil der Übung! Den Vorlieben des Namenspatrons entsprechend, der als Alpinist von altem Schrot und Korn Risse und Kamine schätzte, durchquert der Pfad reichlich unfrisierte Winkel; er fördert und verlangt Geländegängigkeit und ist geeignet, en miniature Eindrücke wie auf gewissen Normalwegen in den Alpen hervorzurufen. Auf mehr als 250 Metern Kletterei steckt ca. ein Dutzend Haken. Der Vorsteigende und Sichernde muss den 5. Grad ganz sicher (in freier Natur!) beherrschen. Für weniger erfahrene Begleiter ist er/sie voll verantwortlich.

Eine einfache Kletterausrüstung (45-Meter-Seil) mit (langen) Schlingen (für Bäume) genügt; evtl. ein paar große Keile. Bei Nässe stark erhöhte Gefahren durch Laub und Bewuchs! Feste Bergschuhe werden empfohlen, zusätzlich evtl. zum Wechseln Kletterschuhe. (Hinweis: Alle Kletterstellen können ganz gut umgangen werden. Dann fehlt allerdings gerade die Hauptsache!)

 

Zugang:

Von Neutras (Gastronomie; erreichbar über Hohenstadt, Pommelsbrunn oder Etzelwang) dem Grünstrich-Weg gut 15 Minuten nach Norden folgen. Bei kurzem ebenen Stück knapp vor den Felsen der Kammhöhe („PP“ zweigt 5 Minuten vorher nach links ab) dezente Markierung „T“ links vom Weg (auch Steinhäufchen). Hier auf etwa gleicher Höhe den Hang 100 Meter nach links zum Einstieg queren (kleine Gedenktafel).

 

Wegbeschreibung: 

Wenige Meter längs Riss hinauf (am Einstieg schwere Stelle, V, H), dann kurz nach rechts (bis hierher Umgehung rechts möglich), links der Rinne 9 Meter hinauf (II-III) und zu luftigem Ausstieg an der Kante (H, III-IV). Rund 20 Meter leicht rechts haltend etwas verwachsen aufwärts und weiter 50 Meter ansteigen, bis wieder der Grünstrich erreicht wird. Ihm nach rechts folgend ca. 100 Meter nach Osten leicht abwärts bis zur Abzweigung (aufpassen, „T“!). Hier oben bleiben und nach ca. 35 Meter zu einem senkrechten Kamin. Diesen 11 Meter abklettern (III, H; den Zweiten mittels Durchfädeln von oben sichern bzw. Abseilen), ca. 30 Meter leicht rechts haltend abwärts. Zwischen zwei Felsen durch bewachsene Rinne (I) hinauf und links zum Grat. Nach rechts einige Meter über Zacken mit Bäumen (I+; „Drachenburg“). Vorsicht, Wandabbruch, scharf rechts abbiegen! Abwärts und nach rechts zurück zum Kamm. (Man ist jetzt wieder beim Grünstrich und hat vom ersten „T“ an quasi einen Ring durchlaufen.)

Am Grünstrich absteigend zurück und ihn nach gut 100 Metern nach links verlassen (Steinmann, links oben „T“). Oben am Kamm in vier Minuten bis zum Weg Nr. 2. Ihn links haltend sacht ansteigend 30 Meter überqueren, dann nach rechts hoch und am Kamm entlang gut 200 Meter weiter. Dabei „Bouldern“ über fünf Blöcke mit zunehmenden Schwierigkeiten bis V möglich. (Die höheren Passagen sollten gesichert werden.)

Bei großem Felsmassiv (Steinmann, deutliches „T“) 30 Meter links abwärts zu Türmchen. Einen Handriss hinauf (III-IV, H) und rechts haltend die Zacke zum Hang hin überschreiten (II, am Schluss kniffliger kurzer Abstieg). Längere Alternative: Beim Türmchen links noch 15 Meter tiefer ums Pfeilereck herum absteigen. Schöne Rissverschneidung 19 Meter empor (teilweise IV, H), von ganz oben sorgsam in die oberste Scharte hinunter spreizen und die nächste Zacke (wie oben) überschreiten.

Jetzt wieder zwei Möglichkeiten: Entweder nach links immer leicht fallend die Wand queren (I-II; rutschig, aber große Griffe; schlecht zu sichern) und nach 15 Metern etwa 6 Meter (II) aufwärts auf Rippe, von dort gut 10 Meter abklettern (II), am Schluss nach Osten bis vor die große Wand. Oder hinter dem Zacken einige Meter hoch zum Gipfel der Bodenbergwand. 12 Meter vor der Hütte vorsichtig zu Haken etwas unterhalb bei Baum. Insgesamt gut 20 Meter abseilen oder -klettern (II; den Zweiten durch Umlenkung sichern! Nach 10 Metern trifft man auf die erste Variante.)

Östlich waagrecht unterhalb zweier großer Felslöcher die Nord-Wände der Bodenbergwand queren, dann ca. 30 Meter heikel felsig schwach ansteigen (I), im Bogen ums Eck hoch und an Rinnen (II) fast senkrecht 14 Meter ganz hinauf. Alle Zacken (luftiger Übertritt!) überschreiten (I), am Ende (H) einen Riss bergseitig 9 Meter hinab (III-). An der Kante gleich gegenüber (I-II) auf Türmchen empor, 2 Meter weiter bei Einschartung (H) senkrechten Riss abklettern (III) oder abseilen. Links haltend 10 Meter weiter oben einen etwas versteckten Riss längs einer Kante (III-IV, evtl. großer Keil) hinauf.

Nun knapp unterhalb der Hütte südwestlich auf flachem Kammrücken ca. 250 Meter absteigen, wieder den Weg Nr. 2 kreuzen und bergauf nach gut 100 Metern links zu Fels, den man im linken Teil (II und III, H) durchsteigt (leider oft nass – dann umgehen!). Oben 50 Meter ganz wenig fallend nach links zu Grat; an ihm 18 Meter (II+), dann gerade weiter ganz hinauf. 50 Meter links ist unterhalb nun ein Felsmassiv (Köhlerwand) sichtbar; zu seinem Fuß hinab. Über den Vorbau von links nach rechts (II), durch breiten Riss („Hanni-Riss“, III-IV, 2H) empor. Nicht zum Gipfel; knapp darunter nach links (I-II, H) queren und nach links unter überhängendem Fels absteigen. 40 Meter unten am Fels weiter, durch Riss (II, Ausstieg erdig und heikel) zum Bergrücken hinauf. (Statt den Riss zu klettern ist weiteres Queren möglich.) Nach Südosten (links) entlang kleiner Felsen einige Minuten immer oben am Kamm weiter. Deutliche Absenkung hinab zum Weg Nr. 3 in Nähe des Starenfels. In 10 Minuten im Rechtsbogen zurück nach Neutras.

 

Ergänzungen:

Am Einstieg des Pfads gibt es kurze Klettereien (6/6+), die man durch Umlenken mit Hilfe des zweiten Hakens einigermaßen sichern kann (und sollte). Auf halbem Weg bietet die Bodenberg-Nordwand beeindruckende, lange Klettereien gehobener Schwierigkeit. Am letzten Massiv des Pfads, der kleinen Köhlerwand, wurden kurze Routen (Grade 5-7) eingerichtet. Ganz zum Schluss könnte noch der nahe Starenfels besucht werden. Mit entsprechender Ausrüstung ist man ohne weiteres einen vollen Tag beschäftigt!

 

Beschreibung wird regelmäßig überprüft

Diese Beschreibung des Hanni-Treuheit-Pfads ist die einzige, die vom Erschließer des Pfads regelmäßig überprüft und aktuellen Änderungen angepasst wird!

Hersbruck, April 2016                       Hans Treuheit


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Einige Fotos (Juni 2014)

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Am Bodenbergturm

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Ausstieg zur Kraxlerwand

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Köhlerwand

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Einige Fotos  - Bergsteigen mit Hanni im alten Stil

Bergsteigen mit Hanni im alten Stil     Bergsteigen mit Hanni im alten Stil

 Bergsteigen mit Hanni im alten Stil     Bergsteigen mit Hanni im alten Stil

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